Start / Behandlungen / Faltenbehandlung

Gesicht

Faltenbehandlung – entspannte Züge, lebendige Mimik

Falten zwischen den Brauen, auf der Stirn oder um die Augen entstehen durch Muskelbewegung. Mit einer gezielten Injektionsbehandlung lassen sie sich glätten – wenn Anatomie und Dosierung stimmen, ohne dass das Gesicht starr wirkt.

Dr. Wörl markiert die Stirnpartie einer Patientin
Daueretwa 15 Minuten
Wirkungseintrittnach 3–5 Tagen
Wirkdaueretwa 4–6 Monate
Alltagsofort wieder möglich

Nicht jede Falte braucht eine Operation. Viele Linien im Gesicht entstehen durch die Arbeit der Gesichtsmuskeln – beim Lachen, Stirnrunzeln oder Zusammenkneifen der Augen. Diese mimischen Falten lassen sich mit einer Injektionsbehandlung schonend glätten.

Welche Falten sich eignen

Gut geeignet sind Falten, die durch Muskelbewegung entstehen, zum Beispiel:

  • die Falte zwischen den Augenbrauen („Zornesfalte“)
  • waagrechte Stirnfalten
  • Fältchen am äusseren Augenrand („Krähenfüsse“)
  • bestimmte Mimikfalten im Mundbereich

Falten, die auch in Ruhe sichtbar sind – etwa ausgeprägte Nasolabialfalten –, entstehen meist durch Volumenverlust. Hier sind andere Verfahren sinnvoller, etwa eine Unterspritzung mit Hyaluronsäure oder Eigenfett oder bei fortgeschrittenem Gewebeverlust ein Facelift.

So wirkt die Behandlung

Ein Wirkstoff wird in sehr kleinen Mengen gezielt in einzelne Muskeln gespritzt. Er hemmt vorübergehend die Signalübertragung vom Nerv auf den Muskel. Der Muskel entspannt sich, und die Haut darüber glättet sich.

Mein Ziel ist ein erfrischter Ausdruck – nicht ein eingefrorenes Gesicht. Das gelingt nur mit genauer Kenntnis der Anatomie und der richtigen Dosierung. Unter dieser Voraussetzung gilt die Behandlung als risikoarm. Bei fachgerechter Anwendung bleibt der Wirkstoff im behandelten Bereich.

Der Wirkstoff ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel. Ob die Behandlung für Sie geeignet ist, entscheide ich erst nach Untersuchung und Aufklärung.

Wo die Grenzen liegen

Die Behandlung wirkt auf Falten durch Muskelbewegung. Falten durch Volumenverlust oder erschlaffte Haut verändert sie kaum. An den Lippen ist Zurückhaltung geboten, weil die Aussprache beeinträchtigt werden kann. Tiefe, eingegrabene Stirnfalten profitieren oft von einer Kombination mit einer Unterspritzung.

Auch bei übermässigem Schwitzen

Derselbe Wirkmechanismus hilft bei übermässigem Schwitzen, vor allem unter den Achseln. Die Schweissdrüsen werden vorübergehend gehemmt; eine Behandlung reicht häufig für viele Monate.

Ablauf: Vorbereitung, Eingriff, Nachsorge

Die Behandlung ist kurz und unkompliziert. Ein natürliches Ergebnis entsteht trotzdem nicht nebenbei, sondern durch ein ehrliches Vorgespräch und eine genaue Planung.

  1. 01vor der BehandlungVorgespräch

    Mimik in Ruhe und in Bewegung beurteilen, Eignung prüfen, Vorgeschichte und Medikamente klären, Aufklärung.

  2. 02etwa 15 MinutenBehandlung

    feine Injektionen in einzelne Muskeln; danach sofort alltagstauglich.

  3. 03nach 3–5 TagenWirkung und Kontrolle

    die Glättung setzt ein; bei Bedarf Kontrolle nach etwa zwei Wochen.

  1. Vorbereitung Make-up wird entfernt, die Haut desinfiziert; kommen Sie am besten ungeschminkt.
  2. Markierung Die Einstichstellen und Mengen werden individuell festgelegt.
  3. Injektion Mit sehr feinen Nadeln, weitgehend schmerzfrei; eine Betäubung ist in der Regel nicht nötig, auf Wunsch ist eine Oberflächenbetäubung möglich.
  4. Danach Sie können sofort wieder Ihrem Alltag nachgehen.
  1. Erste Stundennicht massieren, nicht hinlegen; 24 Stunden kein Sport und keine Sauna
  2. Tag 3–5die glättende Wirkung setzt ein
  3. Woche 2volle Wirkung; bei Bedarf Kontrolltermin
  4. Monat 4–6die Wirkung lässt nach; eine erneute Behandlung ist möglich

Nach vier bis sechs Monaten baut der Körper den Wirkstoff ab, und die Muskulatur arbeitet wieder wie zuvor. Wird regelmässig behandelt, hält die Wirkung bei manchen Menschen mit der Zeit etwas länger an.

Melden Sie sich bei ungewöhnlichen Beschwerden wie Sehstörungen, Schluck- oder Sprechbeschwerden oder einer deutlichen Lidschwäche.

Risiken und Gegenanzeigen

Nebenwirkungen sind selten und meist vorübergehend: kleine Blutergüsse an der Einstichstelle, leichte Kopfschmerzen oder – sehr selten – ein vorübergehend abgesenktes Lid oder eine Asymmetrie. Nicht behandelt wird unter anderem in Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei bestimmten neuromuskulären Erkrankungen. Ihre Vorgeschichte und Ihre Medikamente klären wir im Vorgespräch.

Häufige Fragen

Sehe ich danach starr aus?

Bei richtiger Dosierung nicht. Ziel ist eine entspannte, frische Ausstrahlung, bei der Ihre Mimik erhalten bleibt.

Tut die Behandlung weh?

Die Nadeln sind sehr fein. Die meisten spüren nur einen kurzen Pieks.

Warum soll ich danach keinen Sport machen?

Starke Durchblutung und Druck auf die behandelten Stellen könnten den Wirkstoff in den ersten Stunden verlagern. 24 Stunden Pause sind deshalb sinnvoll.

Ist eine Faltenbehandlung eine Alternative zum Facelift?

Nur bedingt. Sie wirkt auf mimische Falten, nicht auf abgesunkenes Gewebe. Bei erschlafften Wangen oder unscharfer Kinnlinie hilft eher ein Facelift.

Ab welchem Alter ist eine Behandlung sinnvoll?

Eine feste Altersgrenze gibt es nicht. Oft wird begonnen, wenn mimische Falten auch in Ruhe sichtbar bleiben.

Übernimmt die Krankenkasse die Behandlung?

Eine Faltenbehandlung aus ästhetischen Gründen wird in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen. Nach dem Vorgespräch erhalten Sie einen individuellen Kostenvoranschlag.