Lidstraffung: Was Patientinnen und Patienten aus der Schweiz wissen sollten

Schlupflider, Tränensäcke, müder Blick: Wann eine Lidstraffung sinnvoll ist, wie sie abläuft und was Sie zur Krankenkasse in der Schweiz wissen sollten.

Lidstraffung: Was Patientinnen und Patienten aus der Schweiz wissen sollten

Die Lidstraffung gehört zu den Eingriffen, die ich am häufigsten durchführe – jedes Jahr mehr als 200. Viele, die zu mir in die Beratung kommen, beschreiben dasselbe: Sie fühlen sich wach, sehen aber müde aus. Hier beantworte ich die wichtigsten Fragen, bevor Sie sich für ein Gespräch in Pfäffikon SZ entscheiden.

Wann eine Lidstraffung sinnvoll sein kann

Mit den Jahren verliert die Haut an Elastizität. Am Oberlid zeigt sich das früh, weil die Haut dort besonders dünn ist. Typische Anzeichen sind:

  • Die Augen wirken kleiner und müde
  • Die Haut des Oberlids drückt auf die Wimpern („Schlupflider“)
  • Das Lid fühlt sich schwer an, besonders abends
  • In ausgeprägten Fällen ist das obere Gesichtsfeld eingeschränkt
  • Am Unterlid: Tränensäcke, schlaffe Haut oder dunkle Schatten durch hervortretende Fettpolster

Nicht jedes schwere Lid ist ein Schlupflid. Manchmal ist eine abgesunkene Augenbraue die Ursache. Das lässt sich nur bei einer Untersuchung klären.

So läuft der Eingriff ab

Die Lidstraffung ist ein ambulanter Eingriff von höchstens 90 Minuten. Am Oberlid liegt der Schnitt in der natürlichen Lidfalte, am Unterlid knapp unter den Wimpern – bei reinen Tränensäcken kann das Fett auch über die Innenseite des Lides entfernt werden, ohne sichtbare Narbe. Ihre Augenform bleibt erhalten. Für den Heimweg brauchen Sie eine Begleitperson, denn selbst Auto fahren ist am OP-Tag nicht möglich.

Heilung: womit Sie rechnen können

Das Ergebnis ist praktisch sofort sichtbar. Die Fäden werden in der Regel nach fünf bis acht Tagen gezogen; viele fühlen sich nach etwa einer Woche wieder wohl in der Öffentlichkeit. Schwellungen und Verfärbungen klingen meist innerhalb von ein bis zwei Wochen ab. Planen Sie deshalb etwa eine Woche ohne wichtige Termine ein – eine Sonnenbrille für die ersten Spaziergänge am See schützt und kaschiert zugleich.

Und die Krankenkasse?

Eine Lidstraffung aus ästhetischen Gründen wird in der Regel weder von der Grund- noch von der Zusatzversicherung übernommen. Schränkt die überschüssige Haut nachweislich das Gesichtsfeld ein, kann der Eingriff medizinisch begründet sein. Grundlage ist dann meist eine augenärztliche Gesichtsfeldmessung. Klären Sie eine mögliche Kostenübernahme bitte vor der Behandlung mit Ihrer Krankenkasse.

Risiken offen ansprechen

Die Lidstraffung gilt als vergleichsweise risikoarmer Eingriff. Möglich sind unter anderem Nachblutungen, Wundheilungsstörungen, vorübergehend trockene Augen, Asymmetrien und – besonders am Unterlid – eine Fehlstellung des Lidrands. Alle Risiken bespreche ich vor dem Eingriff ausführlich mit Ihnen.

Ausführliche Informationen zu Ober- und Unterlid, zur Vorbereitung und zum Heilungsverlauf finden Sie auf der Seite Lidstraffung. Einen Beratungstermin vereinbaren Sie über die Seite Kontakt.

Dr. med. Hans-Hermann Wörl

Dr. med. Hans-Hermann Wörl
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie. Zur Vita

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Ob und welche Behandlung für Sie in Frage kommt, lässt sich nur im persönlichen Gespräch klären.